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Sauna - so herrlich gesund

Sauna - so herrlich gesund

Wer in der Sauna schwitzt macht sich fit gegen Grippe, glättet Falten und beugt Cellulite vor. Sogar mit Kreislaufschwäche kann man in die „Schwitzbude“

Schwitzen macht auch in Bayern Spaß! Wenn man dabei nichts tun muss. Was schon vor 2000 Jahren als Jungbrunnen galt, gibt`s heute in jedem Fitnesscenter: Die gute alte „finnische Sauna“ ist aktueller denn je. Über 25 Millionen Deutsche lassen sich bei 90 bis 100 Grad Celsius regelmäßig erhitzen, bis der Schweiß strömt. Denn die Schweißperlen, die sanft den Körper herunterrollen, entspannen, sind Faltenkiller, beugen Cellulite vor und stärken die Abwehrkraft. Saunen ist Genuss pur, für Körper, Geist, Seele und natürlich auch für die Sinne. Denn moderne Saunen haben mit der Schwitzkabine unserer Urahnen wenig gemein.

Damit es beim Gemeinschaftsschwitzen in den über 5000 öffentlichen Saunabädern nicht zu langweilig wird, setzen die Betreiber auf „Wellness- Erlebniswelten“: Aromen und Kräuter verwöhnen Nase und Körper, meditative Klang- und Lightshow- Effekte sowie Farb- Therapien entspannen Augen und Seele. Kristallsteine, schmiedeeiserne Kunstöfen und Dampfstöße machen die Sauna zum Erlebnisbad.

 

 

Wer im Schweiße seines Angesichts lieber allein ist, kann sich ab ca. 2000 Euro eine Kabine in den eigenen vier Wänden einbauen lassen. Fünf Quadratmeter Wohnfläche reichen aus dafür. Schon eine Million Deutsche haben ein heißes Örtchen daheim. Voll im Trend sind die milden Bio- Saunen, auch „Saunarien“ genannt: Sie werden von Medizinern vor allem kreislaufschwachen Schwitz- Fans und Menschen mit chronischen Krankheiten empfohlen und haben mildere Raumtemperaturen zwischen 45 und 60 Grad Celsius sowie eine hohe Luftfeuchtigkeit. Während einem in den aufgeheizten normalen Schwitzkästen durchaus schwindelig werden kann, sind Saunarien die Kreislaufschonende Variante.

Ob heiß oder mild, Sauna tut einfach gut. Der erwärmte Körper erzeugt Killerzellen, die Viren und Bakterien bekämpfen. Wer einmal pro Woche saunt, stärkt seine Abwehrkraft, wird seltener krank. Außerdem werden der Kreislauf stabilisiert und die Durchblutung angeregt. Das A und O beim Saunen: Der Wechsel von kalt und heiß. Die wohlige Wärme und der Kälteguss danach wirken wie ein Gefäßtraining. So macht Sauna schön: Die Blutgefäße werden bei Wärme erweitert und von der Kälte verengt. Das strafft die Haut.

Schlank macht die Prozedur allerdings nicht. Das die Waage nach der Sauna weniger anzeigt, liegt nur am Flüssigkeitsverlust (bis zu einem Liter nach drei Saunagängen) der durchs Trinken schnell wieder aufgeholt wird. Dafür sind der Körper und die Haut gründlich gereinigt. Die gesamte Muskulatur ist entspannt. Und die Warm- und Kaltreize kitzeln das Nervensystem, was die Psyche zur Ruhe bringt und den Geist erfrischt.