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Hausmittel gegen kleine Beschwerden
Kartoffelwickel lindert Bauchweh
In der Bauchhöhle befindet sich eine Vielzahl von Organen, die erkranken und dann schmerzen können. So ist es oft nicht leicht den Schmerzen dem richtigen Organ zuzuordnen. Aber die Schmerzen sind je nach Organ und Art der Erkrankung unterschiedlich: Sie können krampfartig und wellenförmig (Koliken), anhaltend, stechend oder ziehend sein. Mitunter kommen Übelkeit, Erbrechen und Durchfall hinzu.
Krampfartige Schmerzen im Darmbereich deuten auf Entzündungen oder einen Versuch der Gallenblase hin, sich seines Steines zu erledigen.
Schnelle Hilfe:
Lebensmittel, die die Gallenbildung anregen, meiden. Dazu gehören Kaffee, Alkohol, Schokolade oder fette Speisen.
Liegen mit angezogenen Beinen entspannt die Bauchdecke und lindert die Schmerzen.
Bauch mit Wärmflasche warm halten. Über den tag viel Kamillentee trinken.
Gut wirkt auch ein Kartoffelwickel (Kartoffeln mit der Schale kochen, dann zerdrücken, den Brei in ein Tuch einpacken und auf den Bauch legen.
Wann zum Arzt?
Bei akut auftretenden, starken Bauchschmerzen, insbesondere dann, wenn Erbrechen, Durchfall oder eine Schmerzverstärkung bei Berührung des Bauches oder Bewegung dazukommen (mögliche Blinddarmentzündung, macht sich durch Schmerzen im rechten Unterbauch bemerkbar, eine Dickdarmentzündung durch Schmerzen auf der linken Bauchseite).
Kümmeltee hilft bei Blähungen
durch eine starke Gasbildung im Darm oder Magen können Blähungen entstehen. Die Auslöser sind Bakterien, Viren oder Parasiten im Darm.
Schnelle Hilfe:
Kümmeltee, 1 – 2 Teelöffel Kümmelsamen mit kochendem Wasser übergießen, 10 Minuten zugedeckt ziehen lassen, absieben und trinken. Oder ½ Liter Fencheltee schluckweise zu trinken. Warme Bauchwickel bringen Linderung: Kamille mit wenig Wasser aufkochen, absieben, in ein Tuch wickeln und so warm wie möglich auf den Bauch legen.
Wann zum Arzt?
Wenn die Blähungen bei gleichzeitiger Verstopfung auftreten und länger als eine Woche andauern.
Wickel gegen Fieber
Plötzlich einsetzendes hohes Fieber wird meist durch eine akute Infektionskrankheit wie zum Beispiel Grippe ausgelöst.
Schnelle Hilfe:
beiderseits kalte Wadenumschläge mit Essig- oder Zitronenwasser.
Reichlich Flüssigkeit: leicht gesüßten Lindenblütentee, Holunderblütentee oder mit heißem Wasser verdünnten Zitronensaft trinken.
200 Gramm gewaschenen Reis mit einem Liter kochendem Wasser übergießen und im Topf abkühlen lassen, ab und zu einen Schluck Reiswasser trinken.
Wann zum Arzt?
Bei wiederholt auftretendem Fieber oder wenn die Beschwerden über eine längere Zeitperiode (länger als 3 Tage) anhalten.
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Zwiebeltee löst trockenen Husten
Husten kann man auch mit Hustensaft oder Tropfen bekämpfen.
Schnelle Hilfe:
bei trockenen Husten ist ein schleimlösender Zwiebeltee vielleicht die Lösung. Zutaten hierfür: 1 mittelgroße Zwiebel sowie 2 Tellöffel Honig. Die Zwiebel in kleine aber gleichmäßige Scheiben schneiden, für etwa 5 Minuten in ½ l Wasser aufkochen lassen. Den Zwiebelsud durch ein feinmaschiges Sieb gießen und mit etwas Honig leicht süßen. Vom Tee sollte man bis etwa drei Tassen täglich trinken. Er löst den hartnäckigen Erkältungsschleim, welcher in den Bronchien sitzt.
Bei sehr hartnäckigem Hustenreiz wirkt Hustenbier. Zutaten hierfür: ½ l Bier und 5 EL Honig. Zubereitung: das Bier unter ständigem Rühren leicht erwärmen und mit etwa fünf Löffeln flüssigem Honig vermengen. Das Getränk vor dem zu Bett gehen in winzigen Schlucken noch warm trinken, gleichzeitig verhilft dieses Getränk zu einer angenehmen Nachtruhe.
Wann zum Arzt?
Wenn der Husten länger als vier Tage anhält und das Abhusten schmerzhaft wird (Möglichkeit einer Lungenentzündung).
Den Magen mit Melisse beruhigen
Es beißt, drückt und sticht anhaltend in der Magengegend.
Schnelle Hilfe:
Bei Magenschmerzen (zu fettes, zu schnelles Essen) hilft, wenn man 20 ml Melissengeist, 10 ml ätherische Baldriantropfen sowie ein paar Tropfen Pfefferminztinktur in ein Glas mit warmem Wasser gießt und trinkt.
Auch eine Teemischung nimmt erfolgreich den Schmerz: 20 g Pfefferminzblätter, 20 g Kamillenblüten und 10 g Schafgarbenkraut aufbrühen.
Wann zum Arzt?
Wenn die Magenschmerzen länger als zwei Tage andauern (mögliches Magengeschwür).
Fencheltee bei saurem Magen
Wenn man unter Sodbrennen leidet, entweicht der Magensaft in die Speiseröhre bis in den Rachenraum. Eine solche Übersäuerung wird meist durch scharfe oder fette Speisen ausgelöst.
Schnelle Hilfe:
Trinken Sie zweimal am Tag ein Glas Saft von rohen Kartoffeln (3 – 4 rohe Kartoffeln mit einem Mixer zerkleinern, Saft durch ein Sieb geben).
Drei Tassen Fencheltee pro Tag neutralisieren die Magensäure, ebenso wie doppeltkohlensaures Natron (eine Messerspitze in einem Glas Wasser).
Wann zum Arzt?
Dauert das Brennen über einige Wochen an, so kann eine ungenügende Abdichtung zwischen Speiseröhre und Magen bestehen. Dadurch kommt es zum Rückfluss von Magensaft in die Speiseröhre, und dort könnte eine Entzündung ausgelöst werden.


