Leichter durch die Erkältungszeit

Leichter durch die Erkältungszeit dank Homöopathie

Bei den meisten Erkältungskrankheiten wie Husten, Schnupfen und einem grippalen Infekt sprechen Mediziner von banalen Infekten. Diese treten mehrmals im Jahr auf, bei Kindern ist aufgrund des noch nicht vollständig ausgebildeten Immunsystems eine Anzahl von 12 Infekten jährlich sogar noch völlig normal. Für deren Behandlung müssen normalerweise keine schweren Geschütze aufgefahren werden. Da Erkältungen durch Viren hervorgerufen werden, sind Antibiotika wirkungslos. Starke schulmedizinische Medikamente sind auch selten notwendig, denn sie haben keinen Einfluss auf die Dauer der Erkrankung. Sie können lediglich die Symptome lindern. Die meisten Menschen greifen lieber erst einmal auf Naturheilmittel zurück. Immer mehr Patienten setzen dabei auf die Homöopathie. Und der Erfolg gibt ihnen recht, allen Unkenrufen zum Trotz. Richtig eingesetzt, können Globuli das Befinden merklich bessern und gleichzeitig die Selbstheilungskräfte des Körpers aktivieren. Sollten homöopathische Mittel nach einigen Tagen keine Wirkung zeigen, ist es dennoch besser, den Arzt zu konsultieren.

Grippale Infekte gehen mit den üblichen Symptomen wie Gliederschmerzen, Frösteln, Kopfweh, Kratzen im Hals und allgemeinem Unwohlsein einher. Bei migräneartigen Kopfschmerzen und gleichzeitigem Frösteln, vor allem im Rückenbereich, hat sich Gelsemium bewährt. Besonders dann, wenn die Symptome mit der einsetzenden Periode einhergehen. Ansonsten ist Eupatorium perfoliatum ein typisches Grippemittel, welches auch in vielen homöopathischen Komplexmitteln eingesetzt wird.

Bei plötzlich einsetzendem Fieber ist Aconitum angezeigt. Ist der Krankheitsverlauf eher schleichend und steigt das Fieber langsam, hat der Patient ein rotes Gesicht, deliriert, schwitzt außer am Kopf aber kaum, ist Belladonna das Mittel der Wahl.

Bei Husten, der attackenartig auftritt, sobald der Patient am Einschlafen ist, vergeht, sobald er sich aufsetzt und beim erneuten Einschlafen wieder beginnt, bringt Lycopodium schnelle Linderung. Für Hustenanfälle, die mit Erbrechen und sogar Sauerstoffmangel mit bläulichem Gesicht einhergehen, können Drosera oder Ipacacuanha die richtigen Mittel sein. Sollte jedoch nach 12 Stunden keine deutliche Besserung eintreten, ist sofort der Arzt zu konsultieren, denn es könnte sich hierbei auch um Krupp- oder Keuchhusten handeln, der unbedingt schulmedizinischer Behandlung bedarf. Weitere bewährte Hustenmittel sind Causticum (Husten verbunden mit Heiserkeit), Dulcamara (einsetzender Husten nach Feuchtigkeit) , Nux vomica (Menschen, die unter Stress stehen und sehr verärgert auf ihre Krankheit reagieren) und Sticta (Husten nach Schnupfen).

Bei anfangs klarem, später gelblichem Schnupfen, vor allem am Morgen und Besserung im Freien, aber Verschlechterung in warmen Räumen ist Pulsatilla angezeigt. Bei wässrigem Schnupfen, der zu einer Reizung des Bereichs unter der Nase, im Kehlkopf und an den Augen führt, sollte immer an Allium cepa gedacht werden. Eine Erkältung, die nach windigem Wetter auftritt und mit entzündeten, tränenden Augen einhergeht, ist ein Fall für Euphrasia.

 

 

Sehr oft beginnen Erkältungen mit Halsschmerzen, die sich zu einer handfesten Angina auswachsen können. Bei leuchtend roten Gaumen- und Rachenmandeln, gleichzeitigem Fieber und Schwitzen am Kopf sollte Belladonna versucht werden. Sind die Gaumenmandeln stark geschwollen, haben eine leicht bläuliche Farbe und sind mit Eiterstippen übersät, speichelt der Patient stark und erinnert der Geruch aus dem Rachen an verfaulende Eier, erzielt Mercurius solubilis häufig eine recht schnelle Besserung. Typisch für Halsschmerzen, die Hepar sulfuris erfordern, sind starke Schmerzen und vereiterte Mandeln, die jedoch keine Rötung zeigen. Die Schmerzen ziehen oft bis zu den Ohren. Der Patient hat das Gefühl, als stecke eine Gräte oder eine Nadel im Hals. Halsschmerzen, die vor allem beim Schlucken so stark sind, dass der Patient den Kopf nach vorn beugt und das Gesicht vor Schmerzen verzieht, sind ein Fall für Acidum nitricum.

Vor allem bei Kindern folgt auf einen Schnupfen oft eine Mittelohrentzündung, weil die eustachische Röhre noch sehr kurz ist und Schnupfenviren leicht zum Ohr vordringen können. Gegen pulsierende Ohrenschmerzen mit roten Ohren und rotem Gesicht hilft Belladonna, sehr reizbare, weinerliche Kinder, die unter stechenden Ohrenschmerzen leiden, erfahren durch Chamomilla Linderung. Bei ziehenden Schmerzen mit gleichzeitigen Ohrgeräuschen kann Ferrum phosphoricum das Mittel der Wahl sein.

Wer auf dem Gebiet der Homöopathie noch nicht so bewandert ist und nicht extra einen Heilpraktiker aufsuchen will, muss dennoch nicht auf diese sanfte und gleichzeitig wirkungsvolle Medizin verzichten. Mittlerweile werden im Handel viele Komplexmittel angeboten. Diese bestehen aus exakt aufeinander abgestimmten Homöopathika und werden in Saft-, Tropfen- oder Tablettenform angeboten.