Sie sind hier: >>> Homöopathie >>> Heilmittel aus der Natur 2
Heilmittel aus der Natur, Teil 2
Die besten Heilmittel aus der Natur
Knoblauch
Die wegen ihres Geruchs oft verschmähte Pflanze gehört zu den ältesten Heilpflanzen überhaupt. Einer der wichtigsten Inhaltsstoffe ist das Allicin, das auch den typisch strengen Geruch hervorruft. Allicin ist ein Antibiotikum beachtlichen Ausmaßes. Es wirkt noch in einer Verdünnung von 1:125 000 hemmend auf das Wachstum zahlreicher Bakterien, sogar auf Typhuserreger. Knoblauch schädigt auch das Bakterium Helicobacter polori, das für die Entstehung von Magengeschwüren verantwortlich ist.
Hilft bei diesen Krankheiten:
Blähungen, Durchfall und Darmverkrampfung.
Anwendung:
Fünf bis zehn Zehen über den Tag verteilt essen. Roh- oder gekocht. Möglichst erst gegen Ende des Kochvorgangs dazugeben. Denn beim Erhitzen geht ein Teil der Wirkstoffe verloren.
Thymian
Man nannte es früher das „Antibiotikum der armen Leute“. Vor allem bei krampfhaften Beschwerden der Atemwege wurde und wird Thymian mit Erfolg eingesetzt. Thymian enthält viele ätherische Öle. Thymianöl entkrampft die Bronchien, löst festsitzenden Schleim und erleichtert das Abhusten.
Hilft bei diesen Krankheiten:
Besonders Keuchhusten lässt sich lindern.
Anwendung:
Tee bei Keuchhusten: 40 Gramm Thymiankraut, 20 Gramm Sonnentaukraut, 20 Gramm Spitzwegerichblätter, 10 Gramm Konigskerzenblüten und 10 Gramm Anisfrüchte in der Apotheke zusammenstellen lassen.1 Teelöffel mit 1 Liter heißem Wasser übergießen. 15 Minuten ziehen lassen.
Oregano
Die ätherischen Öle des Oregano wirken antibakteriell und zugleich belebend auf den Körper. Krankmachende Keime werden abgetötet.
Hilft bei diesen Krankheiten:
Alle akuten Infektionen des Verdauungstrakts und der Atemwege.
Anwendung:
Oreganotee bei festsitzendem Husten: 1 gehäuften Teelöffel mit 1 Liter kochend heißem Wasser übergießen. 15 Minuten zugedeckt ziehen lassen. Mit Honig süßen und trinken. Bei akuten Infektionen: Alle 2 bis 3 Stunden 3 Tropfen Oreganoöl mit einem kleinen Teelöffel Sonnenblumenöl vermischen. Bis zu 10 mal am Tag einnehmen.
![]() |
||||||
Zwiebel
Die Zwiebel besteht aus schwefelhaltigen Verbindungen, aus denen sich unter anderem Allicin bildet, das eine stark antibiotische Wirkung hat. Zwiebeln verbessern die Verdauung, wirken harntreibend und töten Krankheitserreger ab.
Hilft bei diesen Krankheiten:
Husten und Heiserkeit, Ohrenschmerzen, Entzündungen der Blase und der Niere. Die Wirkstoffe der rohen Zwiebeln helfen auch bei Verbrennungen und Wespenstichen.
Anwendung:
Bei Husten und Erkältungen empfiehlt Donate Lockenvitz einen Zwiebelsirup mit Zucker: „Schneiden Sie die Zwiebeln klein und bedecken Sie sie mit Zucker. Am besten über Nacht kühl stehen lassen. Dann 3mal täglich 1 bis 2 Teelöffel vom Sirup einnehmen.“
Kamille
Kamille wirkt entzündungshemmend, desinfizierend, krampflösend und schmerzlindernd.
Hilft bei diesen Krankheiten:
Vor allem bei Erkrankungen der Atemwege und Magen-Darm-Problemen.
Anwendung:
Donate Lockenvitz empfiehlt bei Verdauungsproblemen eine Teemischung mit Kamille: „30 Gramm Kamillenblüten, 10 Gramm Melissenblätter, 5 Gramm Majorankraut und 5 Gramm Fenchelfrüchte mit heißem Wasser übergießen und 3 bis 5 Minuten zugedeckt ziehen lassen. Dann 3al am Tag eine Tasse ungesüßt und schluckweise trinken.“ Bei Erkrankungen der Atemwege hilft das klassische Inhalieren – entweder nur mit Kamille oder mit Thymian gemischt.
Propolis
Propolis ist ein Gemeinschaftsprodukt aus Pflanzen- und Tierwelt. Es handelt sich um das Kittharz der Bienen. Die wichtigsten Inhaltsstoffe sind Flavone und Flavonoide. Propolis beschleunigt den Zellstoffwechsel. Das erklärt die wundverschließenden und entzündungshemmenden Eigenschaften des Naturprodukts.
Hilft bei diesen Krankheiten:
Bei allen entzündlichen und sogar eitrigen Erkrankungen der Haut und der Schleimhäute. Zum Beispiel bei Neurodermitis, Bronchialasthma oder Zahnfleischentzündungen.
Anwendung:
Bei äußerlichen Leiden empfiehlt sich die Anwendung einer Propolis-Salbe (Apotheke). Bei entzündlichen Erkrankungen der Nasennebenhöhlen, der Mundschleimhaut, des Zahnfleisches und des Halses kann man 10 bis 20 Tropfen Propolis-Tinktur auf eine halbe Scheibe Brot träufeln. Gut kauen.


