Heilkräuter 3, von M bis Z

Heilkräuter Teil 3

Minze
Bei Brechreiz und Kopfschmerzen hilft die Anwendung von Minze.
Dosis: Einen Reizmagen beruhigt ein Tee: 2 TL Blätter mit einer Tasse Wasser brühen, 10 Min. ziehen lassen, abseihen. Täglich 2- bis 4- mal eine Tasse. 2 bis 3 Tropfen Pfefferminzöl auf die Schläfen gerieben hilft bei Kopfweh.
Bei unreiner Haut eine Hand voll Blätter zerreiben, in ein Tuch geben, auf betroffene Stellen legen.

Rotklee
Blätter und Blüten enthalten Isoflavone (Phytoöstrogene) wie Genistein und Daidzein, Vitamin C. Polster durch Östrogenwirkung trockene Haut, hilft bei Arteriosklerose und Akne, lindert Wechseljahrsbeschwerden. Soll vor Hautkrebs und Leukämie schützen.
Dosis: 30 g zerkleinerten getrockneten Klee mit 1 l kochendem Wasser übergießen, 4 Stunden abgedeckt ziehen lassen. Abseihen. 3x täglich trinken.

Salbei
Erkältung im Anzug? Tee, ätherisches Öl oder Extrakt des Salbeis werden´s richten. Das herbe, mediterrane Kraut hilft zudem gegen starkes Schwitzen.
Dosis: Tee: maximal 6 g täglich. Extrakt und Öl: nicht länger als eine Woche nehmen und nicht häufiger als zweimal täglich.
Nebenwirkung: Salbei enthält geringe mengen an Thujon. Extrakt und Öl länger als genannt angewandt und überdosiert (15 g) löst Krämpfe und Schwindel aus.

Schafgarbe
Das Wiesenkraut lässt Probleme mit der Verdauung vergessen und ist erste Wahl bei Harnwegsentzündungen und zu hohen Blutdruck.
Dosis: täglich maximal 4,5 g Schafgarbenkraut, 3 g Schafgarbenblüten oder 3 TL frischen Pflanzensaft.
Nebenwirkung: Wer empfindlich ist, sollte mit allergischen Hautreaktionen rechnen. Die zeigen sich beispielsweise in Form von entzündeten Stellen, als Zugabe gibt es oft juckende, kleine Blasen.

Spitzwegerich
Wirkt schleimlösend, zusammenziehend und antibakteriell. Hilft als Tee, Sirup oder Saft bei Erkältung, Husten, Entzündungen der Mund- und Rachenschleimhaut.
Dosis: Bei Schluckbeschwerden, Heiserkeit 2 Tl Blätter in 1 Tasse kaltem Wasser 1 – 2 Stunden ziehen lassen, abseihen, leicht erwärmen. Mehrmals täglich trinken und damit gurgeln.
Verwendet werden nur die Blätter, sie enthalten Schleim- und Gerbstoffe, Flavonide, Kieselsäure.

Süßholz
Bei Magenbeschwerden sowie Magen- und Darmgeschwüren erweist sich die Süßholzwurzel als wirksamer Beschleuniger des Abheilens.
Dosis: täglich Tee aus 5 bis 14 g der zerkleinerten Wurzel. Tropfen nach Herstellerangabe dosieren.
Nebenwirkungen: Hoch dosiert über sechs Wochen verabreicht lässt es den Blutdruck steigen. Nicht bei Leberproblemen, Diabetes, Bluthochdruck nehmen, nicht zusammen mit Digitalis- Präparaten.

 

 

Teufelskralle
Ein Allrounder, der gegen Rückenschmerzen und andere Gelenkbeschwerden hilft, aber auch gegen Verdauungsprobleme und Appetitlosigkeit.
Dosis: wer zum Extrakt greift, nicht mehr als 1200 bis 1500 mg pro Tag.
Nebenwirkungen: Höhere Dosierungen können zu Erbrechen und Magenschmerzen sowie Hautausschlag führen. Probleme mit Galle, Herz und Kreislauf? Dann bitte erst zum Arzt! Das gilt auch für Diabetiker.

Thymian
Das schmackhafte Mittelmeerkraut ist ein echter Experte für die Atemwege.
Dosis: maximal dreimal pro Tag und nicht länger als sechs Wochen, lautet die Gesundformel. Gurgeln mit Thymiantee lindert Entzündungen im Rachen, nach einem Dampfbad über heißen Tee können Schnupfennasen wieder durchatmen.
Nebenwirkungen: Seine ätherischen Öle haben´s in sich, sie verschlimmern Leberschäden sowie eine Schilddrüsenüberfunktion.

Weißdorn
Damit das Herz kraftvoll schlagen kann, hat der Herzmuskel eine Menge Arbeit zu erledigen. Weißdornblätter erleichtern ihm seine Aufgabe. Sie steigern die Kraft des Muskels und fördern die Durchblutung der Herzkranzgefäße.
Dosis: Gegen Schwindel hilft ein Tee: 2 TL Blätter mit einer Tasse Wasser brühen, 15 Min. ziehen lassen, abseihen. Täglich 3- bis 4- mal eine Tasse. Kaltauszug gegen Atemnot: 3 EL Beeren in ½ l Wasser 12 Std. ansetzen, erwärmen, durchsieben, 3 Tassen täglich. Der Tee verbessert die Sauerstoffversorgung des Herzens.

Wermutkraut
Der Spezialist für Verdauungsprobleme hilft bei Völlegefühl, Krämpfen, Blähungen, Appetitlosigkeit.
Dosis: 3 bis 4 g täglich 30 Min. vor dem Essen getrunken regt eine Tasse Tee den Appetit an, nach dem Essen genossen die Verdauung.
Nebenwirkung: Wer die genaue Dosis überschreitet oder länger als vier Wochen anwendet, muss mit Erbrechen, Magenkrämpfen, Kopfweh und Benommenheit rechnen, ausgelöst vom Krampfgift Thujon.

Zinnkraut
Durchblutungsstörungen und Venenleiden? Kein Thema mehr, wenn Zinnkraut ins Spiel kommt.
Dosis: Für Umschläge zur äußeren Anwendung nimmt man 10 g pro Liter Wasser. Wer Zinnkraut als Tee gegen Blasenleiden einsetzt, verwendet maximal 6 g täglich.
Nebenwirkungen: Zinnkraut enthält Stoffe, die dem Körper Vitamin B1 rauben. Ein Mangel an diesem Vitamin äußert sich in Müdigkeit und Muskelkrämpfen.