Heilkräuter 2, von G bis L

Heilkräuter Teil 2

Gänseblümchen
Kurbelt den Gallenfluss an, wirkt appetitfördernd und blutreinigend, unterstützt Darm und Leber. Fördert äußerlich die Wundheilung.
Dosis: bei Haut- und Darmproblemen 2 TL Gänseblümchen mit 1 l Wasser 10 Minuten ziehen lassen, abseihen. 1 – 3 Tassen pro Tag trinken. Der Sud kann auch äußerlich auf die Haut aufgetragen werden.
Blätter und Blüten enthalten Gerb-, Bitter- und Schleimstoffe, Saponine, Flavonoide, ätherisches Öl.

Gelbwurz
Gelbwurz ist ein wichtiges Gewürz in der indischen Küche, wird auch Kurkuma genannt. Wen nach einem reichhaltigen Mahl der Magen drückt, findet mit Hilfe dieses Tees Erleichterung.
Dosis: täglich höchstens 3 g. 1 TL (0,5 bis 1g) mit 1 Tasse kochendem Wasser brühen. Vor den Mahlzeiten jeweils 1 Tasse trinken.
Nebenwirkungen: Nach mehreren Wochen der Einnahme kann es zu Magenschmerzen, Übelkeit und Durchfall kommen.

Girsch
Die Blätter leiten Harnsäure aus, wurden schon im Mittelalter gegen Gicht und Rheuma eingesetzt. Achtung, giftiger Doppelgänger (Schierling): Girsch erkennt man am dreieckigen Stiel.
Dosis: für Giersch- Umschläge frische Blätter mit dem Nudelholz auswalzen, auf Schmerzstellen legen, mit Baumwolltuch umwickeln. Kühlt, hemmt Entzündungen und Schmerz. Giersch 100 g enthalten 383 mg Kalium, 89 mg Kalzium und 83 mg Vitamin C.

Holunder
Holunder lindert Beschwerden bei Grippe und schwacher Abwehr.
Dosis: als heißer Aufguss gegen Grippe: 2 TL trockene Blüten mit einer Tasse siedendem Wasser brühen, 5 bis 10 Min. ziehen lassen, abseihen. Mehrmals täglich 1 bis 2 Tassen trinken. Der Saft der gekochten Beeren (1 bis 2 kleine Gläser täglich) stärkt die Abwehrkräfte. Holunder wirkt auch gegen Rheuma.

Huflattich
Wenn´s kitzelt im Hals und ein trockner Husten quält, erweist sich der gelb blühende Huflattich als guter Freund.
Dosis: einen Tee aus seinen Blättern, dreimal täglich eine Tasse, nicht länger als 4 Wochen trinken. Das Kraut maximal 5 Min. ziehen lassen. Die erste Tasse gleich nach dem Aufstehen trinken, damit sie den Schleim lösen kann.
Nebenwirkung: Bei Daueranwendung treten seine leberschädigende Stoffe in Aktion.

 

 

Johanniskraut
Depressive Verstimmungen, Schlafstörungen und Nervosität sind ein Fall für den Besänftiger Nr.1. Als Tee setzt seine Wirkung erst nach zwei bis vier Wochen ein.
Dosis: Schlaftee: 2 TL Trockenblüten mit einer Tasse Wasser übergießen, 20 Min. kochen, abseihen. 2-mal täglich 1 bis 2 Tassen. Wundtinktur: 10 g Blüten im Mörser zerstoßen, mit 50 ml 70-prozentigem Alkohol mischen, 10 tage ziehen lassen, filtern, abfüllen. Öfter auftupfen. Hilft auch gegen Depression.
Nebenwirkungen: vor dem Einnehmen unbedingt den Arzt konsultieren. Das kraut beeinflusst die Wirkung anderer Medikamente.

Kamille
Die Anwendung von Kamille hilft bei Regelbeschwerden und Erkältungen.
Dosis: Entkrampfender Tee: 1 EL Blüten mit einer Tasse kochendem Wasser brühen, 10 Min. ziehen lassen, abseihen. Täglich bis 4-mal eine Tasse. Aufguss gegen Erkältung: 2 EL Blüten mit kochendem Wasser übergießen, Dämpfe 10 Min. unter einem Tuch einatmen. Gurgeln mit Tee lindert Zahnfleischbluten.

Kümmel
Kümmel verschafft Linderung bei Magen- und Darmkoliken und Völlegefühl.
Dosis: 2 TL zerdrückte Samen mit ¼ l kochendem Wasser übergießen, 10 Min. ziehen lassen, abseihen. Eine Tasse Tee zu jeder Mahlzeit, warm und schluckweise getrunken, hilft gegen Verdauungsbeschwerden. Kümmel wirkt Milch bildend bei stillenden Müttern. Außerdem beseitigt das Kauen einiger Samen Mundgeruch.

Lavendel
Bei Gereiztheit und Erschöpfung hilft Lavendel.
Dosis: Befindlichkeitsstörungen lindert ein Tee: 2 TL Blüten mit einer Tasse kochendem Wasser übergießen, 5 Min. ziehen lassen, abseihen 2 Tassen abends. Ein Badezusatz – 100 g Blüten mit 2 l kochendem Wasser übergießen, 5 Min. ziehen lassen – belebt den Kreislauf, wirkt heilungsfördernd bei Hautproblemen.

Löwenzahn
Schützt vor Gallensteinen, fördert die Leberentgiftung, entwässert, unterstützt die Nierenfunktion und stabilisiert die Darmflora.
Dosis: 3 g klein geschnittene Löwenzahnblätter mit 1 Tasse Wasser mischen, kurz aufkochen, 10 Minuten ziehen lassen, abseihen. Bei Leber- und Gallenbeschwerden morgens und abends 1 Tasse trinken.
Blätter, Blüten und Wurzeln enthalten Bitterstoffe, Flavonoide, Aminosäuren, den Ballaststoff Insulin, Kalium (fürs Herz), Spurenelemente wie Zink und Kupfer (Immunsystem).

Melisse
Melisse sorgt für Erleichterung bei Herz- und Kreislaufleiden und Gallenbeschwerden.
Dosis: 20 g Blätter mit 100 ml 70-prozentigem Alkohol übergießen, 10 Tage ziehen lassen, abseihen. Zweimal täglich 15 Tropfen lindern Herz- und Nervenleiden. Tee hilft der Galle: 2 TL Blätter mit einer Tasse Wasser brühen, 5 Min. ziehen lassen, abseihen. Mehrmals täglich 1 Tasse nach dem Essen.