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Heilkräuter 1, von A bis F
Heilkräuter Teil 1
Anis
Anis hilft bei Husten und Wechseljahrsbeschwerden.
Dosis: Wirkt als heißer Aufguss: 1 TL zerstoßene Anisfrüchte mit 150 ml Wasser aufbrühen, 10 Min. ziehen lassen, abseihen. Bei Husten 2- bis 5-mal täglich eine Tasse mit Honig gesüßt trinken. Gegen Wechseljahrsbeschwerden den Tee von max. 3 g Früchten täglich. Im Mittelalter nutzte man Anis als Liebesdroge.
Arnika
Schmerzen lindern, Entzündungen hemmen, das sind die Spezialgebiete für Salben und Öle mit Arnika.
Dosis: zwei- bis dreimal täglich Salbe oder Extrakt auftragen. Eine Tinktur 10-fach verdünnen. Jeweils nicht länger als vier bis sechs Wochen anwenden.
Nebenwirkungen: Wird Arnika länger auf verletzte Haut aufgetragen, können sich Bläschen oder Ekzeme bilden. Arnika nicht im Fall einer Allergie gegen Korbblütler anwenden.
Baldrian
Richtig angewendet hilft Baldrian bei Einschlafstörungen und Psychostress. Wenn Sie nicht durchschlafen können, ständig unter Spannung stehen, Ihre Leistung zu wünschen übrig lässt und Nervosität Ihr zweiter Vorname ist: Baldrian hilft.
Dosis: Kaltauszug für Schlaf, gegen Stress: 2 TL zerkleinerte Wurzel mit einer Tasse kaltem Wasser übergießen, 12 Std. ziehen lassen, abseihen, kurz erwärmen. Mehrere Tassen pro tag trinken. Im Gegensatz zu chemischen Schlafmitteln besteht hier keine Suchtgefahr. Den bitteren Tee mit Apfelsaft mischen.
Nebenwirkungen: Baldrian auf keinen Fall mit verschreibungspflichtigen Beruhigungsmitteln nehmen.
Bärlauch
Wird in der Volksmedizin gegen Blähungen, Darmerkrankungen, zur Darmsanierung nach Antibiotika eingesetzt, verbessert die Durchblutung, putzt die Gefäßwände frei.
Dosis: Zur Darmflora- Stärkung je 1 EL Frischpflanzenpresssaft (Reformhaus) täglich vor dem Essen trinken. Als Salat 2x pro Woche essen. Die Blätter enthalten schwefelhaltige Aminosäuren, viel Vitamin C, Eisen, Magnesium. Achtung: Die Biostoffe sind nur wirksam, wenn die Pflanze nicht blüht.
Bärentraube
Problem mit Niere oder Blase? Ein Tee aus Bärentraube ist besonders bei akuten Beschwerden wie einer Entzündung eine rasche, effektive Hilfe.
Dosis: Tee: höchstens als 2 bis 3 Tassen täglich, maximal zwei Wochen. Tinktur: dreimal täglich 20 Tropfen vor dem Essen, maximal über sieben tage.
Nebenwirkungen: vor dem Einnehmen auf jeden Fall einen Arzt konsultieren Dauergebrauch vermeiden, er könnte zu Leberschäden führen.
Besenginster
Wenn Hektik und Stress den Organismus belasten, kann das Herz mal aus dem Takt geraten. Die Folge: Unruhe, Atemnot oder Herzrasen. Dann hilft Besenginster, denn die Heilpflanze dämmt den inneren Aufruhr und reguliert den Puls und Kreislauf.
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Beinwell
Prellung, Quetschung, Muskelkater, bei allen stumpfen Verletzungen gibt das Kraut mit haarigen Blättern sein Bestes.
Dosis: nur äußerlich als Salbe oder Breiumschlag auf intakter Haut anwenden. Die Behandlung sollte nicht länger als fünf Wochen andauern.
Nebenwirkungen: Beinwellsalben enthalten geringe Menge leberschädigender Stoffe. Von diesen so genannten Alkaloiden sollten täglich nur 100 mg auf die Haut gelangen.
Blutwurz
Blutwurz wirkt blutstillend und entzündungshemmend, hilft bei Entzündungen von Zahnfleisch, Mund-, Rachenschleimhaut sowie bei Durchfall.
Dosis: 2 g zerkleinerte Blutwurzwurzel (Apotheke) mit 150 ml kaltem Wasser mischen, aufkochen, abseihen. Bei Durchfall 3 Tassen pro tag zwischen den Mahlzeiten, bei Zahnfleischentzündung 3-mal pro Tag gurgeln. Der Wurzelstock des gelb blühenden Rosengewächses enthält den höchsten Bakterienhemmenden und adstringierenden Gerbstoffanteil von Pflanzen der Kräuterheilkunde.
Brennnessel
Die Anwendung von Brennnessel hilft bei Harnwegsbeschwerden und Wasseranlagerungen. Blätter, Kraut du Wurzel enthalten Caffeoyläpfelsäure sowie Kalium und Kalzium.Paracelsus empfahl die Pflanze „gegen pest, Gelbsucht und Gelenkerkrankungen“. Bewiesen ist: Die Biostoffe entwässern, lindern die Beschwerden bei Arthritis, Arthrose, Harnwegsinfekten, beugen Nierensteinen vor.
Dosis: Für einen Tee zum Entwässern und Entgiften 1 bis 2 TL trockenes Brennnesselkraut mit einer Tasse kochendem Wasser brühen, 10 Min. ziehen lassen, abseihen.
Der frische Saft aus dem Kraut stärkt das Immunsystem. Am besten entsaftet man Pflanzen täglich neu im Entsafter. Mit Wasser im Verhältnis 1:5 trinken.
Fenchel
Bei Verdauungsproblemen und Appetitlosigkeit hilft Fenchel.
Dosis: Für einen Tee 1TL getrocknete 7Samen im Mörser zerstoßen, mit einer Tasse kochendem Wasser brühen, 10 Min. ziehen lassen, abseihen. Zum Appetitanregen und Verdauen mehrmals täglich 1 bis 2 Tassen trinken.
Zur Linderung von Atemwegskatarr mit Honig gesüßt täglich 2 bis 5 Tassen trinken.
Frauenmantel
Das Rosengewächs enthält Gerb- du Bitterstoffe, Flavooide und ätherisches Öl. Universalheilmittel bei Frauenleiden, steigert die Fruchtbarkeit, reguliert Progesteron, PMS und Zyklusstörungen. Die Gerbstoffe wirken adstrigiered, stärken Gefäßwände und Bindegewebe. Belegt ist auch die Wirkung bei leichten Durchfallerkrankungen.
Dosis: 2 Tl Frauenmantelkraut mit 150 ml kochendem Wasser übergießen, 10 Minuten ziehen lassen, abseihen. 3 – 5 x täglich trinken.


