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Ernährungspyramide und Bedeutung
Die Ernährungspyramide und ihre Bedeutung
Geht es um das Thema gesunde Ernährung, wird ein Jeder früher oder später auf die Ernährungspyramide treffen. Diese soll grafisch und einfach verständlich darstellen, wie eine gesunde Ernährung aussieht. In der Basis werden diejenigen Lebensmittel aufgezeigt, die in großen Mengen verzehrt werden dürfen. In der Spitze dagegen sind die Lebensmittel dargestellt, die nur mäßig verzehrt werden sollten. Doch wer sich auf die althergebrachte Ernährungspyramide verlässt, hat den Finger nicht mehr am Puls der Zeit. In den vergangenen Jahren haben sich die Gewohnheiten immer wieder verändert, auch die Forschung findet immer wieder neue Dinge heraus und die Ernährungspyramide verändert sich stetig.
Mittlerweile hat sich das Bild gar soweit gewandelt, dass die eigentlich schlechten Fette in der Ernährungspyramide immer weiter nach unten zur Basis wandern, die wichtigen und lange Zeit als gesund befunden Kohlenhydrate wandern hingegen immer weiter in Richtung Spitze der Ernährungspyramide. Doch so einfach kann das Ganze nicht erklärt werden, denn aufgrund der intensiven Forschungen in den letzten Jahren hat sich gezeigt, dass es bei Fetten, Eiweißen und Kohlenhydraten qualitative Unterschiede gibt. Deshalb zählt bei der heutigen Ernährungspyramide nicht mehr nur die Menge einzelner Nahrungsbestandteile, sondern genauso deren Qualität.
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Die dreidimensionale Lebensmittelpyramide
Diese Form der Ernährungspyramide ist noch recht jung, beinhaltet dafür aber nicht nur die Quantität der einzelnen Inhaltsstoffe, sondern ebenfalls deren Qualität. Bei der dreidimensionalen Lebensmittelpyramide stellt die Basis der Ernährungskreis der DGE dar. Dieser wiederum unterteilt die Zufuhr von Lebensmitteln einerseits nach Mengen, andererseits gruppiert er die einzelnen Lebensmittel. Diese Gruppen werden an den vier Seiten der Pyramide näher bezeichnet, sie unterteilen sich in pflanzliche und tierische Lebensmittel, Öle und Fette, sowie Getränke.
Im Inneren des Kreises nehmen die Getränke einen sehr großen Platz ein. Damit will uns die dreidimensionale Lebensmittelpyramide sagen, dass wir sehr viel trinken sollen. Idealerweise sind das dann energiearme Getränke, wie Wasser und Co. Etwa 1,5 Liter Wasser, verdünnte Fruchtsäfte und ungesüßte Tees sollten wir laut DGE-Ernährungskreis täglich zu uns nehmen. Im äußeren Kreis werden dann die Lebensmittel selbst dargestellt.
Fast drei Viertel der äußeren Kreisfläche nehmen die pflanzlichen Lebensmittel ein. Hierzu zählen insbesondere Obst und Gemüse, aber auch Getreideprodukte und Kartoffeln. Sie sollten in großen Mengen verzehrt werden. Ein weiteres knappes Viertel machen die tierischen Lebensmittel aus. Dazu zählen aber nicht nur Fleisch und Wurst, sondern genauso Milch, Eier und Käse beispielsweise. Ebenfalls darf der Fisch, der wichtige Vitamine und Mineralstoffe beinhaltet, nicht vergessen werden. Ein sehr kleiner Bereich bleibt dann noch offen, dieser steht für die Öle und Fette, wie Butter, Margarine oder Öl zum Anbraten der Fleisch- und Fischgerichte.
Die richtige Auswahl
Die Auswahl der richtigen Lebensmittel für jeden Tag ergibt sich aus der Lebensmittelpyramide. Diese bietet zwar grundlegend schon ein anschauliches Modell mit dem DGE-Ernährungskreis, doch baut sie sich weiterhin zu einer Pyramide auf. Wie von der vorhergehenden Ernährungspyramide bekannt, finden sich in der Basis die empfehlenswerten Lebensmittel, in der Spitze die weniger empfehlenswerten Lebensmittel. Zusätzlich wird die Pyramide mit einer Ampelfunktion ausgestattet, die von einem grünen bis zum roten Bereich reicht.
Bewertet werden die Lebensmittel in der Lebensmittelpyramide nach der Energiedichte, dem Nährstoffgehalt und dem Gehalt sekundärer Pflanzenstoffe bzw. der Fettqualität, um nur einige Faktoren zu nennen. Die pflanzlichen Lebensmittel erhalten beispielsweise eine eigene Pyramide, die vom Kreis ausgeht. So finden sich in deren Basis viele Obst- und Gemüsesorten, da sie wenig Energie liefern, aber sehr viele sekundäre Pflanzenstoffe liefern. Auch die Nährstoffdichte ist entsprechend hoch angesiedelt. Erst danach folgen die Hülsenfrüchte und Vollkornprodukte. In der Spitze der pflanzlichen Lebensmittel stehen dann Süßigkeiten, Knabbergebäck und Kuchen.
Bei den tierischen Lebensmitteln findet sich die grüne Ampel bei Fisch und fettarmer Milch, sowie Milchprodukte. Fettarmes Fleisch, wie Geflügel, sind ebenfalls in der Basis zu finden. Beim Fleisch wird also auf fettarmes Fleisch gesetzt, der Fisch darf dagegen etwas fettreicher sein, da er dann mehr Omega-3-Fettsäuren enthält. Diese wirken sich wiederum sehr positiv auf das Herz-Kreislauf-System aus. In der Mitte, gelb gekennzeichnet, finden sich bei den tierischen Lebensmitteln fettere Fleisch- und Milchprodukte, in der Spitze dagegen stehen Sahne, Eier und fettes Fleisch.
Bei den Ölen und Fetten wird die grüne Basis der Ernährungspyramide von Raps- und Walnussöl bestimmt. Danach folgen Weizenkeim-, Oliven- und Sojaöle. Die Öle sind allesamt reich an Vitamin E und bieten zudem eine sehr günstige Zusammensetzung der Fettsäure. Schmalz und Kokosfett finden sich im roten Bereich und sollten nur äußerst selten verzehrt werden.
Auch bei den Getränken findet sich eine weitere Pyramide, deren Basis Wasser, zuckerfreie Früchte- und Kräutertees bilden. Grüner, schwarzer Tee und Kaffee bilden dagegen schon die Mitte der Pyramide, ebenso wie Fruchtschorlen. Rot und damit in der Spitze befindlich sind die Getränke wie Limonade oder Energy-Drinks, die nach Möglichkeit nur sehr selten getrunken werden sollten.


